Das bin ich
Ich heisse…
Claudia und bin 52 Jahre alt, lebe in der Schweiz im Kanton Aargau, bin verheiratet mit einem wundervollen Mann, habe 2 Kinder, 18 und 20 Jahre alt, sie sind mein ganzer Stolz. Ich bin zu 80 % berufstätig, wir wohnen auf dem Land, haben ein schönes und gemütliches Haus mit grossem Garten. Meine Arbeit macht mir Freude, was durchaus nicht selbstverständlich ist. Ich kenne auch andere Zeiten. Und auch wenn es nicht jeden Tag besonders witzig ist, ich mache diese Arbeit gerne und sie erfüllt mich.
Und…
1991 bin ich aus Deutschland in die Schweiz gekommen. Eigentlich war nur ein vorübergehender Arbeitsaufenthalt und eine Zusatzausbildung zur Operationsschwester gedacht. Dann lernte ich aber meinen Mann kennen…Fazit: wir heirateten 2 Jahre später, bekamen 2 Kinder, Junge und Mädchen, kauften ein Haus. Wir bedienen also sämtliche Klischees einer Familie. Nein doch nicht, wir haben keinen Hund, dafür einen Kater, Felix.
Irgendwann habe ich meinem medizinischen Beruf den Rücken gekehrt und bin als Quereinsteiger im Sozialdienst gelandet, nicht als Klient, sondern als Sozialarbeiter. Und da bin ich heute noch tätig. Inzwischen sind einige Jahre ins Land gegangen, man wird älter und damit kommen auch einige gesundheitliche Unregelmässigkeiten hinzu, die man früher kaum für möglich hielt. Gesundheitlich habe ich einiges erlebt und überstanden.
Über meine Ängste
An dieser Stelle kommen dann auch meine Angstzustände ins Spiel, worüber ich im Blog bereits begonnen habe, zu berichten.
Was habe ich gerne?
Allgemein bin ich ein sehr unternehmungsfreudiger Mensch, kann viel Spass haben an den verschiedensten Dingen, liebe die Berge, das Wandern, Wellness, Reisen, Wochenenden unterwegs sein mit meinem Mann, Freunde treffen, essen und einfach das Leben geniessen. Ich lese gerne, gehe zum Sport, allerdings als Mittel zum Zweck, haue mich auch liebend gerne mit einer Tasse Tee und Kerzenschein auf das Sofa – mit TV. Regelmässig schlafe ich dann aber ein. Nebst meinem doch recht ausgefüllten Alltag kann ich mich ganz easy zurückziehen und mal alles stehen und liegen lassen.
Einiges probiert…
Und mit dem Problem meiner Angstzustände und den damals häufig auftretenden Panikattacken kamen Autogenes Training, Hypnose, Yoga und Meditation ins Spiel. Meine Feststellung: es ist gar nicht so einfach, das Richtige zu finden, was hilft und mir und meiner Seele das gibt, was sie im Alltag so dringend benötigt.

Warum ich über das Thema Ängste schreibe?
Nach mittlerweile über 5 Jahren mit verschiedensten Ängsten und Panikattacken konfrontiert, habe ich nun einen Weg gefunden, die Ängste nicht mehr als meinen Feind zu sehen und dagegen anzukämpfen. Ich habe mir vorgenommen, zu diesem Thema zu recherchieren, die Ängste theoretisch zu verstehen und natürlich an mir. In meiner Arbeit begegne ich immer wieder Klienten, die unter dem selben Krankheitsbild leiden, derweilen arbeitsunfähig sind und vorverurteilt werden. Das ist ein Thema, was mich bereits länger beschäftigt. Und ich sitze an der Quelle, wenn ich mir anhören muss, dass diese Betroffenen simulieren und man ihnen nichts nachweisen kann.
Ich habe lange überlegt…
…und es hat mich doch sehr bewegt und innerlich zerrissen, ob ich mich quasi oute und offen über mich rede. Denn schliesslich bin auch ich eine von denen, die in eine Kiste gepackt werde , beschriftet mit „Simulant“. Problem daran ist, dass man wie in meinem Fall, mir meine Ängste nicht anmerkt. Darum bin ich natürlich kein Simulant…nein, eher einer, dem es Spass macht zu sagen, ich habe auch diese Krankheit. Ehrlich, es regt mich seit Jahren auf. Und weil psychische Erkrankungen anscheinend noch immer ein Tabuthema sind und schlichtweg stigmatisiert werden, habe ich beschlossen, kein Geheimnis mehr daraus zu machen, öffentlich zu gehen, aufzuklären und den Menschen da draussen zu helfen, die auch mit Angststörungen zu kämpfen haben. Das Thema liegt mir am Herzen.
Zufluchtsort
Es soll hier einen Platz geben, um sich zu informieren, sich auszutauschen, die Erfahrungen, Schmerzen und Erfolge zu teilen.
Meine Seite
Ich hatte hatte vor über 8 Jahren meine ersten Angstzustände, die ich damals nicht einordnen konnte. Es war der Beginn einer langen Reise und diese Reise ist auch heute noch nicht beendet. Auf meiner Seite werdet ihr u.a. meine Geschichte erfahren, meine Höhen und Tiefen und viel Wissenswertes über dieses Thema.
Mir ist es ganz besonders wichtig, offen mit dem Thema Angst umzugehen und euch zu vermitteln, dass ihr mit den Ängsten nicht alleine seid. Ich habe mich anfangs so gefühlt, denn ich hatte wiederum Sorge, dass man nichts mehr mit mir zu tun haben will.
Du bist nicht alleine

